Rückläufige Gartentrends: Was Gartenprofis meiden

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Rückläufige Gartentrends: Was Gartenprofis meiden

Moderne Hausbesitzer überdenken traditionelle Gartenelemente, da sich viele beliebte Designs als unpraktisch oder wartungsintensiv erweisen. Laut professionellen Landschaftsgärtnern geraten mehrere einst begehrte Elemente mittlerweile in Ungnade – und das aus gutem Grund. Diese Trends erfordern mehr Instandhaltung, als viele Hausbesitzer bereit sind zu leisten, während Alternativen sowohl Schönheit als auch Funktionalität bieten.

Der Untergang des großen Rasens

Der klassische amerikanische Traum von einem weitläufigen grünen Rasen verblasst. Die Pflege eines perfekten Rasens erfordert ständige Bewässerung, Düngung und Wachsamkeit gegenüber Wetterbedingungen, was ihn für viele unhaltbar macht. Kasey Eaves von Vivant Gardening Services weist darauf hin, dass Rasenflächen häufig nicht ausreichend genutzt werden, obwohl erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um sie makellos zu halten.

Stattdessen entscheiden sich Hausbesitzer zunehmend für bestäubungsfreundliche Bepflanzungen und essbare Gärten. Mit Schnittblumen und Gemüse gefüllte Hochbeete bieten ein interaktiveres und lohnenderes Erlebnis: „Wenn ich die Arbeit mache, dann möchte ich, dass sie mich ernährt und meine Blumenvase füllt“, wie es ein Kunde ausdrückte.

Bodendecker: Ein veralteter Look

Trotz einiger Vorteile werden Bodendecker selten von Kunden angefordert, sondern nur entfernt. Laura Janney, CEO von The Inspired Garden Masterclass, erklärt, dass sie dazu neigen, Gärten unordentlich und veraltet aussehen zu lassen. Noch wichtiger ist, dass sie mit umliegenden Pflanzen um Ressourcen konkurrieren und sogar unerwünschte Schädlinge anlocken können.

Janney empfiehlt einen einfacheren Ansatz: „Nicht jeder Zentimeter muss eine Pflanze haben.“ Mulch ist eine ausgezeichnete Alternative zur Feuchtigkeitsspeicherung und zur Unkrautbekämpfung, während sorgfältig platzierte Stauden und Sträucher für eine bewusstere, weniger überladene Ästhetik sorgen.

In den Boden eingelassene Gemüsegärten: Ein Rückschritt

Während Gemüsegärten beliebt sind, ist das einfache Einpflanzen in die Erde nicht mehr die beste Vorgehensweise. Hochbeete bieten eine bessere Entwässerung, weniger Schädlinge und einen einfacheren Zugang für die Pflege. Auch die Ästhetik ist ein Hingucker, da sie für ein saubereres, organisierteres Erscheinungsbild sorgen.

Vertikale Gärten: Mehr Ärger als sie wert sind

Früher galten vertikale Gärten als trendig, aber ihre Unpraktikabilität ist heute allgemein anerkannt. Wasser fließt schnell aus diesen Strukturen ab, was eine gleichmäßige Flüssigkeitszufuhr zu einer Herausforderung macht. Selbst bei maßgeschneiderten Lösungen ist häufig häufiges Gießen – manchmal mehrmals täglich – erforderlich.

Wasserspiele: Schönheit mit hohem Wartungsaufwand

Brunnen und Teiche sind zwar optisch ansprechend, erfordern aber eine Pflege, die mit einem Schwimmbad vergleichbar ist. Während eine Automatisierung oft gewünscht ist, erfordern die meisten Wasserspiele regelmäßige, praktische Pflege, um Algenbildung zu verhindern und die Wasserqualität aufrechtzuerhalten.

Gepflegte Landschaftsgestaltung: Ein Relikt der Vergangenheit

Perfekt geformte Buchsbäume und streng strukturierte Gärten sind in historischen Dramen wie „Bridgerton“ schön, für moderne Lebensstile jedoch unrealistisch. Laura Janney stellt fest, dass sich diese Stile steif und unnachgiebig anfühlen und nicht mehr den aktuellen Werten entsprechen.

Eine sanftere Landschaftsgestaltung ist ein besserer Ansatz: Schichten Sie Sträucher und Stauden mit unterschiedlichen Höhen, Blütezeiten und Texturen in einem lockeren, natürlichen Muster. Wählen Sie Pflanzen, die zu Ihrem Klima passen, um mit minimalem Aufwand einen langfristigen Erfolg zu gewährleisten.


Diese Veränderungen spiegeln einen breiteren Trend hin zu nachhaltiger, pflegeleichter Gartenarbeit wider. Hausbesitzer legen heute mehr Wert auf Funktionalität und Pflegeleichtigkeit als auf veraltete Statussymbole, was dazu führt, dass diese einst beliebten Gartenmerkmale zunehmend obsolet werden.