Sieben Wohntrends, von denen Designer jetzt sagen, dass sie veraltet aussehen

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Designprofis äußern sich zunehmend lautstark zu bestimmten Wohntrends, die in den 2010er Jahren ihren Höhepunkt erreichten, heute aber als veraltet gelten. Während diese Entscheidungen einst in Mode waren, gelten sie heute als unpraktisch, leblos oder einfach übertrieben. Hier finden Sie eine Aufschlüsselung dessen, was Sie vermeiden sollten und was Designer stattdessen empfehlen.

Der Untergang der Bauernhausästhetik

In den frühen 2010er-Jahren gab es eine explosionsartige Entwicklung von Innenräumen im Landhausstil, doch einige Schlüsselelemente geraten inzwischen in Ungnade. Scheunentore waren beispielsweise eine schnelle Lösung zur Raumaufteilung, mangelten aber oft an Privatsphäre und Schallschutz. Designer schlagen jetzt Taschentüren als sauberere, leisere und langlebigere Alternative vor, die auch den Platz an der Wand für Kunst oder Dekoration maximiert.

Ebenso werden Schrägwände – ein weiteres Grundnahrungsmittel für Bauernhäuser – schrittweise abgeschafft. Sofern sie nicht authentisch originell sind oder durchdacht in ein Küstendesign integriert werden, werden sie als gezwungen und veraltet wahrgenommen. Experten raten, sich an die natürliche Architektur eines Hauses zu orientieren und stattdessen Zierelemente zu verwenden.

Farb- und Bodenbelagsverschiebungen

Auch graue Böden, insbesondere Vinylböden, verlieren an Attraktivität. Kühle Grautöne gepaart mit grauen Wänden und Möbeln schufen flache, leblose Räume. Die aktuelle Präferenz tendiert zu wärmeren, organischeren Tönen wie Hartholz, Kalkstein, Terrakotta oder Steinfliesen, die geerdet und zeitlos wirken. Wenn ein Austausch des Bodenbelags keine Option ist, kann das Hinzufügen natürlicher Elemente (z. B. eines kontrastierenden Teppichs) dazu beitragen, dem Raum Leben einzuhauchen.

Auch die Dominanz von ganz weißen Küchen schwindet. Was einst Luxus bedeutete, wirkt heute steril und veraltet. Um die „Showroom“-Ästhetik zu vermeiden, schlagen Designer vor, die Fliesenformen zu variieren oder sogar kräftigere Farben zu wählen.

Die Ablehnung halber Maßnahmen

Designer lehnen auch zaghafte Designentscheidungen ab. Akzentwände, diese einzelnen Farbtupfer oder geometrischen Muster, waren eine vorsichtige Möglichkeit, Kühnheit zu schaffen. Heutzutage lautet die Empfehlung, sich voll und ganz zu engagieren – entweder mit leuchtender Farbe oder mit eindringlichen Tapetenmustern, um einen zusammenhängenden Look zu schaffen.

Die Rückkehr definierter Räume

Offene Grundrisse, einst als modernes Wohnen gefeiert, stehen heute in der Kritik, praktische Bedürfnisse außer Acht zu lassen. Die Pandemie hat die Bedeutung spezieller Räume für Arbeit, Entspannung und Familienleben unterstrichen. Designer schlagen vor, der funktionalen Trennung Vorrang vor weitläufigen, undefinierten Bereichen zu geben.

Überkoordiniert kuratiert

Schließlich gelten passende Möbelsets als uninspiriert und unpersönlich. Der Schwerpunkt hat sich auf kuratierte Räume verlagert, die im Laufe der Zeit aus verschiedenen Quellen wie Secondhand-Läden, Flohmärkten und Vintage-Fundstücken entstanden sind. Das Ziel ist die Persönlichkeit, nicht die Einheitlichkeit im Ausstellungsraum.

Designer sind sich einig, dass der Schlüssel zu einem modernen Zuhause Authentizität, Wärme und die Ablehnung von Trends ist, die sich gezwungen oder leblos anfühlen. Der Fokus liegt nun auf zeitlosen Materialien, kuratierten Räumen und Designs, die individuelle Lebensstile widerspiegeln und nicht nur flüchtige Modeerscheinungen.

Der Wandel spiegelt eine umfassendere Abkehr von starren Trends hin zu persönlicheren und dauerhafteren Designentscheidungen wider. Bei diesen Veränderungen geht es nicht nur um die Ästhetik; Es geht darum, wie Menschen tatsächlich in ihren Häusern leben.