Innenarchitekten sehen, dass Trends kommen und gehen und einige dekorative Elemente so allgegenwärtig werden, dass sie jegliche Wirkung verlieren. Designer wehren sich zunehmend gegen veraltete, überstrapazierte Accessoires, die den Markt überschwemmt haben. Der rote Faden? Authentizität ist wichtig – generische, massenproduzierte Artikel verbilligen einen Raum, anstatt ihn aufzuwerten.
Die künstliche Pflanzenmüdigkeit
Gefälschte Pflanzen sind ein wiederkehrendes Problem. Trotz der Fortschritte im Realismus bevorzugen Designer überwiegend die Realität. Rebecca Staub von Beck Haus Interiors betont, dass „lebende Pflanzen eine Energie und Authentizität verleihen, die künstliche Versionen einfach nicht ersetzen können.“ Warum das wichtig ist: Der Trend zum biophilen Design (unter Einbeziehung natürlicher Elemente) lässt das Künstliche noch abstoßender wirken. Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Pflanzenpflege haben, entscheiden Sie sich für pflegeleichte Arten statt für Plastikimitate.
Das Problem mit Fülldekor
Dekorative Schalen, gefüllt mit Moos, Glaskugeln oder anderen generischen Füllstoffen, sind ein weiterer altmodischer Touch. Staub weist darauf hin, dass „wenn etwas nur als Füllmaterial existiert, es dazu neigt, in sich zusammenzufallen.“ Diesen Gegenständen mangelt es an Substanz und sie tragen nicht wesentlich zur Ästhetik eines Raumes bei. Stattdessen: Konzentrieren Sie sich auf Objekte, die Gespräche anregen, eine persönliche Verbindung herstellen oder einem praktischen Zweck dienen.
Überspringen Sie die dekorativen Perlen
Alicia Hassen von Alicia Roche Interiors rät von dekorativen Perlen auf Oberflächen wie Couchtischen oder Kaminsimsen ab. Der Effekt ist veraltet und uninspiriert. Ein besserer Ansatz: Überlagern Sie Texturen und Materialien mit Gegenständen wie Sammelbehältern aus Stein oder Marmor oder Objekten aus Glas und Metall, die Tiefe und Persönlichkeit verleihen.
Die Kehrseite der Jagd nach Trends
Auch allzu trendiges, von Influencern geprägtes Dekor gerät in Ungnade. Staub argumentiert, dass Massenware keine persönliche Geschichte hat. „Wenn Dekor in Massenproduktion hergestellt und trendorientiert ist, geht diese Geschichte verloren.“ Die Lösung: Kaufen Sie Secondhand, unterstützen Sie lokale Künstler oder wählen Sie Stücke aus, die Ihren Stil wirklich widerspiegeln.
Massenproduzierte Kunst fühlt sich leer an
Ähnlich wie trendige Akzente mangelt es massenproduzierten Kunstwerken an Seele. Audrey Scheck von Audrey Scheck Design plädiert für den Aufbau einer Kollektion mit Bedeutung. „Diese mit der Zeit sorgfältig gesammelten Werke verleihen Charakter, erzählen eine Geschichte und tragen dazu bei, dass sich ein Zuhause vielschichtiger, persönlicher und bedeutungsvoller anfühlt.“ Wo man einzigartige Stücke findet: Lokale Künstler, Antiquitätenläden und Vintage-Posterläden.
Vermeiden Sie die „Matchy-Matchy“-Falle
Während Zusammenhalt wichtig ist, warnen Designer vor übermäßig koordinierten Räumen. Scheck empfiehlt das Mischen von Mustern und Texturen für einen dynamischeren Look. Das Fazit: Durchdachte Vielfalt schafft ein vielschichtiges, gelebtes Gefühl, das generisches Matching nicht reproduzieren kann.
Letztendlich liegt der Schlüssel zu gutem Design in der Intentionalität. Vermeiden Sie Übertreibungen und schaffen Sie stattdessen einen Raum, in dem Sie sich authentisch fühlen. Die Designer sind sich einig, dass ein Zuhause mehr als nur ein Schaufenster für Trends sein sollte – es sollte ein Spiegelbild von Persönlichkeit, Geschichte und Bedeutung sein.
































