Viele Hausbesitzer fragen sich, was sie mit der Kaminasche tun sollen, außer sie wegzuwerfen. Überraschenderweise kann Holzasche eine wertvolle Ergänzung für den Garten sein, aber nur bei richtiger Anwendung. So nutzen Sie diese Ressource, ohne Ihren Pflanzen zu schaden.
Warum Holzasche verwenden?
Holzasche ist von Natur aus reich an essentiellen Pflanzennährstoffen, insbesondere Kalium und Kalzium. Kalium ist entscheidend für die Fruchtentwicklung und die allgemeine Pflanzenstärke. Asche ist jedoch auch alkalisch, was bedeutet, dass sie den pH-Wert des Bodens erhöht. Dies ist von Vorteil, wenn Ihr Boden sauer ist, kann jedoch schädlich sein, wenn er bereits alkalisch ist.
Valeria Nyman, eine Gartenexpertin bei Taim.io, erklärt: „Holzasche ist reich an Kalium, das Pflanzen brauchen, um stark zu werden und Früchte zu tragen. Sie sind außerdem alkalisch, wenn Ihr Boden also bereits in diese Richtung neigt, ist das nicht gut.“
Vermeiden Sie die Verwendung von Asche aus behandeltem oder lackiertem Holz, da dadurch giftige Chemikalien in Ihren Garten gelangen können. Holzasche mangelt an Stickstoff und eignet sich daher am besten für Pflanzen, die keinen großen Bedarf an diesem Nährstoff haben.
Welche Pflanzen profitieren?
Bestimmte Pflanzen gedeihen unter alkalischen Bedingungen. Spargel, Flieder und Lavendel sind ausgezeichnete Kandidaten für die Anwendung von Holzasche. Säureliebende Pflanzen wie Azaleen, Blaubeeren und Rhododendren leiden, wenn sie übermäßiger Alkalität ausgesetzt werden.
Es ist von entscheidender Bedeutung, den pH-Wert Ihres Bodens zu verstehen. Wenn Sie unsicher sind, kann ein einfacher Bodentest wertvolle Erkenntnisse liefern.
Wie man Holzasche effektiv aufträgt
Moderation ist der Schlüssel. Zu viel Asche kann den Pflanzen schaden, während zu wenig Asche keinen Nutzen bringt. Als allgemeiner Richtwert gilt ungefähr eine Handvoll Asche pro Quadratmeter Garten. Sie können es entweder dünn ausstreuen und in die Erde einharken oder in Ihren Komposthaufen einbauen.
Nyman empfiehlt, zuerst zu kompostieren: „Kompost ist eine bessere Option als die direkte Anwendung, da Asche saure Küchenabfälle neutralisieren und so einen ausgewogeneren Haufen bilden kann. Übertreiben Sie es nur nicht – nicht mehr als 5 % der gesamten Kompostmischung.“
Vermeiden Sie die Verwendung von Asche als Überwinterungsmittel. Feine Aschepartikel können leicht weggeblasen werden und verbleibende Rückstände können eine Kruste bilden, die das Eindringen von Wasser und Luft verhindert. Arbeiten Sie es stattdessen direkt in den Boden ein.
Ryan Farley, CEO von LawnStarter, fügt hinzu: „Eine wichtige Sache, die Sie bei Holzasche beachten sollten, ist, dass sie Ihr oberirdisches Laub und jedes neue, junge Gras, das möglicherweise sprießt, verbrennen kann. Verwenden Sie es daher unbedingt bei reifem Gras und gießen Sie nach jeder Anwendung gründlich, um sicherzustellen, dass es in den Boden gelangt.“
Qualität zählt
Verwenden Sie ausschließlich Asche aus unbehandeltem Holz. Idealerweise sollte das Holz aus der Region stammen, dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Dadurch wird sichergestellt, dass die Asche Mineralien enthält, die in Ihrer Region heimisch sind, was Ihren Pflanzen möglicherweise effektiver zugute kommt.
Holzasche ist eine nachhaltige Möglichkeit, Abfälle zu recyceln und gleichzeitig die Gartengesundheit zu verbessern, erfordert jedoch eine sorgfältige Anwendung. Das Ignorieren des pH-Gleichgewichts oder die Verwendung kontaminierter Asche kann leicht nach hinten losgehen.
Wenn Sie diese Richtlinien befolgen, können Sie Kaminasche sicher und effektiv zur Pflege Ihres Gartens verwenden.

































